Fünf Sterne:

Paul Senftenberg gelingt eine ruhig erzählte Geschichte, die langsam ihren Sog entfaltet. Starke Bilder - ein Sommer den man meint fassen zu können. Das Buch ist sensibel und sorgfältig geschrieben, mit einem ordentlichen Schuss Romantik. Eine unbedingte Empfehlung. Schön ist das Cover, das sehr gut passt und sich angenehm aus der Masse abhebt.

(Jana Walther, 18. 8. 2013)

 

Fünf Sterne:

Mir hat schon "Damals ist vorbei" vom selben Autor sehr gut gefallen. Dieser neue Roman ist ganz anders, aber nicht minder gelungen. Eine Sommergeschichte im besten Sinne des Wortes, sie spielt im Sommer und ist gerade richtig als romantisch-liebevolle Sommerlektüre. Wie die beiden Jungs einander näherkommen und trotz aller Hindernisse füreinander entscheiden, ist wunderschön mitzuverfolgen, manchmal richtig sexy, manchmal herzzerreißend. Und das alles in einem schnörkellos-geradlinigen Stil mit herrlichen Sommerbildern. Habe mir gerade auch den Buchtrailer dazu auf youtube angesehen, den der Autor draufgestellt hat. Er bringt die Stimmung dieses Textes sehr gut rüber. Ein großer Wurf!

(Robert bei amazon.de, 26. 7. 2013)

 

Fünf Sterne:

Eine ganz andere Liebe ist bereits mein 2. Buch von diesem Autor das ich mir über Amazon bestellt habe. Wieder wurde ich nicht enttäuscht. Der einfühlsame Schreibstil gepaart mit den erotischen Szenen hat mich gefesselt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Man fühlt mit den handelnden Akteuren mit und wird selbst zu seinen sexuellen Anfängen zurückversetzt. Ein geiles Buch mit einer klaren Kaufempfehlung von mir!

(Leseratte bei amazon.de, 28. 8. 2013)


Vier Sterne:
(...)

"Eine ganz andere Liebe" ist der zweite Roman von Paul Senftenberg, der mit Damals ist vorbei" die Geschichte einer Dreiecksbeziehung erzählt, in der wie schon im vorliegenden Buch eine Frau einen wichtigen Part spielt. Im Gegensatz zu seinem Debüt stellt er in Eine ganz andere Liebe" jugendliche Charaktere ins Zentrum, was gut in die "Junge Liebe"-Reihe des Himmelsstürmer Verlages passt. Inhaltlich spielt sich die Geschichte innerhalb weniger Tage in der sommerlichen Idylle einer Kleinstadt ab. Es passiert essentiell wenig, da sich der Autor vorwiegend auf die wachsende Beziehung zwischen Daniel und Michael und die damit einhergehenden Probleme konzentriert, was durchaus nicht negativ zu werten ist. "Eine ganz andere Liebe" ist ein ruhiges Buch, das wenig Wert auf Action, Spannung und Dynamik legt, sondern vielmehr durch ruhige Passagen und Charakterentwicklung punktet. So lernt der Leser Daniel in den vielen Rückblenden kennen, erfährt mehr über seine Probleme mit seinen Mitschülern, seiner Familie und seinem Leben, was ihn zu einem unsicheren, schwachen und ängstlichen jungen Mann gemacht hat, der nur schwer Vertrauen fassen kann. Erst im Laufe der Zeit findet Daniel die Stärke, die er braucht, um sich seinen Problemen zu stellen, anstatt davonzulaufen. Michael auf der anderen Seite hat in dieser Richtung wenig Tiefgang zu bieten, da sein bisheriges Leben unauffällig verlief und in vielen Punkten der Norm entspricht - ein gutes Elternhaus, keine Schwierigkeiten in der Schule und eine Vorzeige-Freundin. Seine Charakterentwicklung setzt erst im Laufe der Geschichte ein, doch es ist nicht nur Daniel, der Veränderungen mit sich bringt. Vielmehr gleicht der Junge einem Auslöser, der Michael die Augen öffnet und ihn zwingt über einige Dinge nachzudenken. Dazu gehören vorwiegend seine Eltern, die er auf ganz neue Art kennenlernt. Paul Senftenberg hat einen schönen, stimmungsvollen und sehr ruhigen, aber auch ungewöhnlichen Schreibstil. Man braucht eine Weile, um sich in das Buch hineinzulesen, gerade wenn man eher aktuelle Gay Romance Bücher und Liebesromane gewöhnt ist. Die Wahl der Gegenwartsform ist für belletristische Bücher nicht unbedingt selten, aber dennoch dauert es einige Seiten, bis man sich an den Stil des Autors gewöhnt hat. Dies liegt vor allem an der Herkunft des Autors. In Österreich werden viele Sätze anders aufgebaut und auch Präpositionen anders gesetzt, was deutsche Leser stolpern lässt und ein wenig verwirrt. Dennoch erschafft der Autor mit seinen Beschreibungen durchaus stimmungsvolle Bilder, so dass man sich die sommerliche Kleinstadt sehr gut vorstellen kann. In diesem Punkt kann man "Eine ganz andere Liebe" am besten mit Jana Walthers Romanen "Benjamins Gärten" und "Phillips Bilder" vergleichen, die in einem ähnlichen Umfeld spielen, und die ähnliche Bilder beim Lesen heraufbeschwören.

(...)

"Eine ganz andere Liebe" ist ein ruhiges, stilles Buch, das durch sehr realistische, greifbare Charaktere und eine nachvollziehbare Liebesgeschichte punktet. Paul Senftenberg gelingt es sowohl die Beziehung zwischen Daniel und Michael glaubhaft in Szene zu setzen, als auch die Probleme, die eine solche Liebe mit sich bringt. Dabei geht er sehr sensibel vor und verzichtet auf übermäßigen Kitsch, aufgesetzte Dramatik oder unpassende Erotikszenen. "Eine ganz andere Liebe" ist schwer mit den gängigen Gay Romance Büchern zu vergleichen, bietet es doch eher Lesestoff für Leser, die keine kitschigen Romantikgeschichten lesen, sondern eher Wert auf die Figuren und deren Entwicklung legen. Wer ruhige Geschichten wie die von Jana Walther oder Alain Sulzer mag, dem wird die Geschichte von Michael und Daniel gefallen - wer mehr Wert auf Erotik und viel Romantik legt, sollte dennoch einen Blick riskieren. "Eine ganz andere Liebe" lohnt sich.

(Koriko bei amazon.de, 11. 12. 2013)